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Ein Toter: Baum fällt auf Zeltlager | Schäden des Unwetters

Gepostet in Thema des Tages, und Wetternews

Das Unwetter das am Dienstag (1.8.17) über Deutschland hinwegzog hat Gifhorn ja zum Glück verschont.
Trotz der sehr angsteinflößendende Vorabinformation vom Deutschen Wetterdienst (DWD) gab es bei uns kaum etwas.
Trotzdem war die Warnung völlig berechtigt, denn es hätte bei uns auch ziemlich böse enden können.
Weiter im Süden war das ganze nämlich ganz schön heftig.
Neben Golfball-Großen Hagel, fast einer Tornadobildung und Starkregen gab es auch einen Toten Jugendlichen der in einem Zelt von einem umkippenden Baum erschlagen wurde.

Wie es zu der ganzen Sache kam, warum bei uns nichts war und was alles passiert ist, kannst du hier lesen:

Wie es dazu kam

Fangen wir am besten am Anfang an und beschäftigen uns mit der Entstehung. Die ist nämlich auch ganz schön interessant.

Da ich hier jetzt keine ausführliche synoptische Analyse liefern will, fasse ich das ganze trotzdem zusammen.

Grund für das ganze ist kurz gefasst eine Luftmassengrenze. Das kann man auch sehr gut auf an den Temperaturen am Dienstag um 16 Uhr sehen.

Durch das Aufeinandertreffen dieser beiden Luftströmungen kam es zu einer sogenannten Windscherung. Diese Windscherung sorgt dafür, das sich Gewitter sehr schnell entwickeln können. Zusätzlich war durch die enorme Hitze auch viel Energie für Gewitter verfügbar.

Kur gesagt: Perfekte Voraussetzungen!

Warum die Vorabinformation so heftig war

Da man nicht vorhersagen konnte, wann und wo denn die einzelne Gewitter entstehen, aber man wusste, dass wenn es eins geben würde, es sehr stark ist, hat der DWD kurzerhand für ein sehr großes Gebiet eine Vorabinformation herausgegeben. (Puh, was für ein Satz…😂).
Die Vorabinformation lautete übrigens für Gifhorn:

VORABINFORMATION UNWETTER vor SCHWEREM GEWITTER.
Di, 1. Aug, 14:00 – Mi, 2. Aug 04:00 Uhr.
Im Laufe des Dienstagnachmittags steigt die Gefahr schwerer Gewitter an. Dabei muss mit heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, schweren Sturmböen um 100 km/h, teils auch Orkanböen um 120 km/h und Hagel um 5 cm Korndurchmesser gerechnet werden. Lokal eng begrenzt kann auch extrem heftiger Starkregen um 50 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit auftreten. Zudem ist durch die Rahmenbedingungen die Gefahr einzelner Tornados erhöht.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)

Ich persönlich hab mich mit Warnungen zurückgehalten, da eigentlich in Niedersachsen zu wenig Energie für ein Gewitter vorhanden ist. Das hat sich auch dann bewahrheitet…

Wo es am heftigsten war

Am Heftigsten war es, wie auch auf dem Radarbild zu sehen, in Baden-Württemberg, Bayern, Dresden und Rostock.
Mit Abstand war es aber trotzdem im Süden am heftigsten.

Schäden

Beinahe ein Tornado

In der Nähe von Schwabach in Mittelfranken gab es fast ein Tornado. Dort Strecke sich nämlich ein Funnel aus der Wolke.

Heftiger Hagel – Autofahren suchen Zuflucht unter Autobahnbrücke

Über der A39 in Bayern war der Hagel wohl so stark, das Autofahrer kurzfristig unter einer Autobahnbrücke Zuflucht suchten. Trotzdem gab es hohe Schäden durch Hagel an Fahrzeugen.

Vollgelaufene Keller und Brand durch Blitz

Die Feuerwehr hatte während des Unwetters nicht nur mit umgefallenen Bäumen und Vollgelaufenen Kellern zu tun, auch ein Brand wurde durch ein Blitzschlag verursacht.

Baum kippt auf Zelt – Ein Toter

In einen Sommercamp bei Rickenbach im Landkreis Waldshut im Grenzgebiet zur Schweiz, fiel ein Baum um und traf ein Zelt. Dort wurden 4 Jugendliche schwer verletzt und einer kam zu Tode.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt, warum denn die Betreuer die Jugendlichen trotz schwerster Unwetterwarnung im Zelt schlafen lassen hat.

Was meint ihr, sind die Betreuer schuldig? Schreib ein Kommentar!

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Einen Kommentar

  1. Ich finde zwar, dass es ein bisschen fahrlässig, dass die Leiter es erlaubt haben, aber die Jugendlichen sind ja wohl auch selber schuld.

    2. August 2017
    |Antworten

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